Am vergangenen Wochenende verlor der SV Sandhausen das Kellerduell beim VfB Stuttgart II und rutscht so noch weiter in den Abgrund. Seit mittlerweile sieben Partien hintereinander haben die Sandhäuser nämlich nun bereits nicht mehr gewonnen. Für die Mannschaft von Trainer Kenan Koçak, die zu Beginn dieser Saison mehrere Wochen die Tabellenspitze innehatte, ist dies natürlich ein Desaster. Und die Lage spitzt sich zu: Wenn Sandhausen den Klassenerhalt in der 3. Liga noch schaffen will, bleiben nur noch acht Spieltage Zeit, um genügend Punkte zu sammeln.
Dazu muss der SV Sandhausen am kommenden 31. Spieltag unbedingt gegen den SC Verl gewinnen. Dieser Gegner hat es allerdings in sich, denn die Ostwestfalen befinden sich nach dem Sieg über Rot-Weiss Essen weiter auf einem Höhenflug. Ob sich Alexander Endes Mannschaft am Ende vielleicht doch mit dem ersten Aufstieg in die 2. Liga in der Vereinsgeschichte belohnt? Antworten gibt es am Sonntag, 6. April 2025, ab 16:30 Uhr aus dem Hardtwaldstadion in Sandhausen.
SV Sandhausen – SC Verl: Das ist die Ausgangslage
Mehr als zehn Jahre lang war der SV Sandhausen eine feste Instanz in der 2 Liga, bevor die Baden-Württemberger 2022/23 in die 3. Liga abgestiegen. Nach einem doch enttäuschenden Platz acht in der vergangenen Saison, sieht es allerdings nun sogar so aus, als könnten die Sandhäuser zum ersten Mal seit 2007/08 wieder in die Regionalliga abrutschen. Nach einem guten Einstand in die aktuelle Spielzeit stürzte Sandhausen nämlich bis in den Tabellenkeller ab.
Auf Platz 18 kommt die Mannschaft, die unter der Regie von Sreto Ristić in 2024/25 gestartet war, nur auf 32 Punkte und wäre damit abgestiegen, wenn die Saison heute zu Ende wäre. Auch Trainer Kenan Koçak, der sein Amt im Dezember 2024 angetreten war, scheint keine Kompaktlösung für die Probleme innerhalb des Teams parat zu haben. Bereits fünf Punkte Rückstand hat Sandhausen auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Wenn gegen Verl nicht gewonnen wird, sieht es wirklich nicht gut aus für die Baden-Württemberger.
Ganz anders ist die Ausgangslage des SC Verl, der eine der besten Spielzeiten seit Gründung des Vereins im Jahr 1924 hinlegen könnte. Erstmals in der Historie der Ostwestfalen wurde in 2024/25 sogar eine Lizenz für die 2. Liga eingereicht. Sollte sich Verl also tatsächlich mit dem Aufstieg für diese gute Leistung belohnen, wäre dies definitiv ein Eintrag in die Geschichtsbücher wert. Rein rechnerisch kann Alexander Endes Team dieses Wunder auch noch vollbringen, denn mit 46 Punkten befinden sich die Verler auf Platz sechs der Tabelle. Der Rückstand auf den heiß begehrten Relegationsplatz beträgt dabei nur fünf Zähler. Um zehn Punkte ist den Ostwestfalen Dynamo Dresden an der Tabellenspitze voraus. Die Partie in Sandhausen könnte für den SC Verl also kaum schicksalhafter sein.
SV Sandhausen – SC Verl: Der direkte Vergleich (h2h)
Erst dreimal standen sich der SV Sandhausen und der SC Verl in einem Pflichtspiel gegenüber. Dabei hat es kurioserweise noch nie einen Sieger gegeben, denn alle drei Begegnungen endeten unentschieden. Mit jeweils sieben Toren sind die beiden Mannschaften damit logischerweise auch im Hinblick auf die Torbilanz gleichauf. Der Kadervergleich zeigt, dass das Aufgebot der Sandhäuser derzeit auf einen Marktwert von 7,75 Millionen Euro kommt. Mit jeweils 400.000 Euro führen Viktor Granath, David Otto, Patrick Greil und Taylan Duman diese Liste an. Topscorer ist allerdings Stürmer Dominic Baumann mit neun Treffern in 2024/25. Fehlen werden den Sandhäusern gegen Verl Richard Meier und Alexander Fuchs.
Der Kadergesamtwert der Verler beläuft sich momentan auf 5,68 Millionen Euro. Der wertvollste Spieler ist Mittelfeldmann Marcel Benger mit 400.000 Euro. Berkan Taz hat in der laufenden Saison schon achtmal getroffen und ist damit der Toptorschütze der Ostwestfalen, die in Sandhausen voraussichtlich ohne Patrick Kammerbauer, Fynn Otto und Gabriel Kyeremateng auflaufen werden.
Dies sind die letzten drei Ergebnisse dieser Begegnung:
- Verl – Sandhausen 1:1
- Verl – Sandhausen 4:4
- Sandhausen – Verl 2:2
SV Sandhausen – SC Verl: Die Wettquoten
Der SV Sandhausen steht im Heimspiel gegen den SC Verl mit einer Quote von 2,80 leicht in der Außenseiterrolle, während die Gäste aus Ostwestfalen mit 2,40 von den Buchmachern favorisiert werden. Das Unentschieden gibt es aktuell für 3,40.
Die Formkurve: SV Sandhausen
Der SV Sandhausen hat seit dem 1:0 gegen Arminia Bielefeld am 23. Spieltag nicht mehr gewonnen. Zuletzt gab es die bereits erwähnte 1:2-Niederlage bei Stuttgart II, ein 0:1 im Heimspiel gegen Energie Cottbus, eine 2:3-Pleite bei Waldhof Mannheim, ein 2:2-Unentschieden gegen die SpVgg Unterhaching und ein 1:2 beim FC Ingolstadt.
In der Rückrunde hat der SV Sandhausen bisher aus elf Partien nur fünf Punkte geholt. Schlechter abgeschnitten hat nur Unterhaching, doch die Spielvereinigung hat auch ein Spiel weniger absolviert.
Die Formkurve: SC Verl
Der SC Verl hat drei seiner letzten fünf Pflichtspiele gewinnen können. Vor dem 3:0-Sieg über Rot-Weiss Essen gab es eine 1:4-Niederlage im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt, einen 2:1-Erfolg in Unterhaching, ein 2:1 im Revierderby gegen Arminia Bielefeld und eine 0:3-Pleite bei Dynamo Dresden.
An den 11 Partien der Rückrunde gemessen, ist der SC Verl mit 20 Punkten die drittbeste Mannschaft der Liga. Nur Osnabrück und Essen schnitten nach der Winterpause besser ab.
Wett-Tipp & Prognose: SV Sandhausen – SC Verl (06.04.2025)
Der SV Sandhausen ist unter dem Druck, den die Mannschaft jetzt aushalten muss, schwer einzuschätzen. Es ist durchaus möglich, dass die Sandhäuser mit dem Heimvorteil im Rücken gegen Verl eine Chance haben. Die Ostwestfalen müssen immerhin auswärts ran und spielen nicht immer konstant.
Wir tippen daher auf ein Remis, da alle vorherigen Partien ebenfalls unentschieden ausgegangen und immer Tore gefallen sind. Bei dem Buchmacher betovo gibt es für eine Wette darauf, dass dieses Duell erneut keinen Sieger findet, zudem attraktive 3,40.