Da Marco Höger nach seiner Schulterverletzung trotz der bevorstehenden Rückkehr ins komplette Mannschaftstraining noch etwas Zeit benötigt und Youngster Salih Özcan dem Spiel im Bochum nicht die erhoffte Ruhe verleihen konnte, wird Trainer Markus Anfang Hector wohl nach innen ziehen, während der nach seiner Einwechslung in Bochum überzeugende Jannes Horn als Linksverteidiger ran darf.
Vor Horn könnte den Trainingseindrücken zufolge Dominick Drexler als Linksaußen agieren. Niklas Hauptmann käme dafür auf einer der beiden Achter-Positionen neu ins Team und Serhou Guirassy müsste auf dem linken Flügel weichen. Der Franzose hat dort in der Vorbereitung aber ordentliche Ansätze gezeigt und sich im Duell mit Simon Zoller durchgesetzt. Zoller ist daher sowohl auf der linken Außenbahn als auch auf seiner eigentlichen Stammposition im Angriff hinten dran. Im Sturm hat der 27-Jährige mit Jhon Cordoba, Simon Terodde und auch Guirassy gleich drei Konkurrenten vor sich, was bei nur einer Position in vorderster Front die Chancen auf Einsätze im Angriff gen Null tendieren lässt.
Union Berlin im Sturm nur dünn besetzt
Zollers Name fällt daher in den vergangenen Tagen immer wieder, wenn es um mögliche weitere Abgänge der Geißböcke in der laufenden Transferperiode geht. Trotz eines bis 2020 laufenden Vertrages scheint ein Wechsel nicht ausgeschlossen und just mit dem heutigen Gegner Union Berlin soll es laut “Bild” auch einen Interessenten geben.
Die Eisernen, die im Sturmzentrum aktuell nur Sebastian Andersson aufbieten können und deren Torjäger Sebastian Polter nach einem im Frühjahr erlittenen Achillessehnenriss noch einige Wochen benötigt, sollen über eine Ausleihe Zollers nachdenken. Ob der Spieler selbst und auch der FC, der damit möglicherweise einen Konkurrenten im Aufstiegsrennen stärken würde, dazu bereit wäre, ist aber offen.